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ID-Seal 600, darf‘s einmal etwas länger sein?

ID Seal 600

ID Seal 600

Was spricht für die ID-Seals 600? Das Prinzip der Durchziehplomben wiederholt sich in sämtlichen Ausführungen. Die einen Modelle haben Gewebekrallen, andere Plomben besonders große Plombenfahnen, andere Ausführungen haben besonders lange Plombenbänder und dann gibt es noch die mit ‚Tear Off‘-Sollbruchstellen.

Die ID-Seal 600 ist eine Durchziehplombe, die all diese Eigenschaften in sich vereint. Sie hat vier Gewebekrallen die das Fixieren von Textil- und Kunststoffsäcken (Big Bags, Posttaschen, Pfandflaschensäcken…) erleichtert, verfügt über eine auffällig große Plombenfahne mit viel Platz für Ihre Informationen, hat eine klassische Tear Off- Funktion die aus der Ringplombe bei Bedarf eine Bandplombe werden lassen kann und ist mit 780mm Gesamtlänge und 600mm Einsatzlänge die längste Plombe in unserem Sortiment. Die Einsatzmöglichkeiten sind durch diese einmaligen Eigenschaften besonders flexibel.

ID Seal 600, Gewebekrallen

ID Seal 600, Gewebekrallen

Die Handhabung basiert auf dem Prinzip der Kabelbinder und Schnellbinder. Das Plombenband der ID-Seal 600 wird durch die Ösen des zu verplombenden Guts geführt, beziehungsweise um den Verschluss der Textil- und Kunststoffsäcken, und dann in den Plombenkorbus eingeführt. Nach dem Einfädeln des Plombenbandes wird die Plombe – je nach Anforderung – festgezogen. Ein stabiler Verschlussmechanismus verhindert, dass die Plombe wieder geöffnet werden kann.

Durchziehplomben – gut für alles

Durchziehplomben "Pull Tight"

Durchziehplomben „Pull Tight“

Durchziehplomben sind aufgrund ihrer Stabilität und ihrer Flexibilität in der Anwendung eine schnelle und logische Lösung zur Versiegelung von Gütern und Waren jeglicher Art. Die intuitive Anwendung und Handhabung, die Vergleichbar mit der Handhabung von Kabelbindern sind, machen sie einzigartig. Durchziehplomben bestehen aus drei Komponenten und zwar dem Plombenband, dem Plombenkörper und der Plombenfahne. Ja nach Anforderung stehen Plomben mit unterschiedlichsten Einsatzlängen, druckbarem Platz auf der Plombenfahne, Farben und Festigkeiten zur Auswahl.

Durchziehplomben "MicroLock" (EP 570)

Durchziehplomben „MicroLock“ (EP 570)

Das Länge des Plombenbandes ist entscheidend über die nutzbare Einsatzlänge und wird typischerweise durch eine flexible Durchzugslasche mit Öse am Körper der Plombe geführt. Sobald die Plombe geschlossen und fixiert wurde, ist eine Rückführung nicht mehr möglich. Die Flexibilität bleibt allerdings erhalten, da Sie als Anwender selbst entscheidet wie fest er die Plombe angezogen werden soll. Diese Möglichkeit ist der Hauptunterschied zu den Fixlängenplomben, welche diese Option nicht bieten. Stabile und lange Durchziehplomben sind prädestiniert für LKW-Sicherungen, sowie Kunststoff- und Textilsäcke (…), während kleinere, zierliche Plomben Ihren Einsatz an Notfallkoffern oder Notfallsicherungen (…) finden.
Am Plombenkorpus, etwa im Bereich der Einführungsöse, befindet sich in der Regel die Plombenfahne. Auf dieser Fahne ist die fortlaufende Nummerierung aufgebracht. Es besteht die Möglichkeit – je nach Ausführung -auf der Plombenfahne ein individuellen Aufdruck aufbringen zu lassen. Je nach Material der Plombe, Anzahl der Plomben (…) stehen hierfür 4 Drucktechniken zur Verfügung, und zwar Laser Print, Thermal Transfer, Pad Print und Hot Stamping.

Durchziehplomben "EP 412"

Durchziehplomben „EP 412“

Die meisten Durchziehplomben werden aus Polypropylen (PP) oder Nylon (PA) hergestellt. Nylon ist entschieden reißfester und stabiler als Polypropylen, verfügt über mehr Zugkraft und ist widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen. Durchziehplomben aus Nylon sind aufgrund ihrer Eigenschaften etwas kostenintensiver als die Modelle aus Polypropylen.
Polypropylen ist ein idealer Werkstoff für indikative Plomben, welche schnell und ohne nennenswerten Kraftaufwand zu zerstören sein sollen. Derartige Plomben findet man unter anderem an Notfallkoffern. Sie eignen sich zudem für temporäre Archivierungen.

Überseecontainer – Wie kann man sie sichern

Was ist der perfekte Weg um einen Überseecontainer (ISO-Container) und somit seine Warenladungen zu sichern? Gibt es denn überhaupt den optimalen Schutz?
Es gibt eine Vielzahl von Containerplomben, wie zum Beispiel die Snapper, die im internationalen Versand von ISO-Containern ohnehin vorgeschrieben sind. Diese bieten einen Schutz vor dem schnellen Zugriff, denn um eine Containerplombe zu öffnen bedarf es einer Betonschere oder wenigstens eines Bolzenschneiders. Aber ist das der optimale Schutz gegen Diebstahl? Bei Containerplomben handelt es sich zwar um Hochsicherheitsplomben (High-Security-Seals), aber sie sind nicht die optimale Diebstahlsicherung. Das ist auch gar nicht ihr Zweck.

Containerplombenschloss SP-4 für Überseecontainer (ISO-Container)

Containerplombenschloss SP-4

Containerplomben kann man zusätzlich noch mit einem Plombenschutz, wie zum Beispiel dem SP-4 sichern. Hierbei handelt es sich um ein Stahlgehäuse, welches man über die Bolzenplombe hängt. Dieses Stahlgehäuse ist zeitlebens wiedereinsetzbar und wird mit einem Duro-Stiftschloss verschlossen. Ein solcher Plombenschutz ist schon wesentlich schwieriger zu knacken und vor allem wäre es viel zeitaufwendiger.

Budget Lock für Überseecontainer (ISO-Container)

Budget Lock

Ein weiterer Weg einen ISO-Container zu sichern ist der Einsatz der Containerverschlussplombe Budget Lock. Hierbei handelt es sich um ein zusätzliches Verschlusssystem für Trailer. Das Schloss, welches aus zwei Komponenten besteht wird um zwei Außenriegel des Containers gelegt und mit einem Duro-Schloss gesichert. Die Plombe wird hierdurch zwar nicht gesichert, bleibt aber dafür  sicht-und lesbar.

Container-Schloss Cobra Lock für Überseecontainer (ISO-Container)

Container-Schloss Cobra Lock

Eine dritte Möglichkeit um einen Überseecontainer zu sichern bietet das Containerschloss Cobra-Lock. Es wird ähnlich wie die Budget Lock angelegt und ebenfalls verschlossen. Hierbei erfolgt die Arretierung über eine Führungsschiene, auf die die zweite Komponente aufgeführt und mit einem Abloy-Schloss verschlossen wird. Die Plombe wird in diesem Fall- ähnlich wie beim Budged Lock – nicht geschützt beziehungsweise verdeckt.

Diese drei Möglichkeiten bieten einen wesentlich höheren Schutz vor Diebstahl und Manipulation als es eine Containerplombe alleine könnte.
Oft passiert es aber auch, dass ganze Trailer inklusive ISO-Container gestohlen werden. Wie weit kann man sich davor überhaupt noch schützen? Man kann den Einhängezapfen des Trailers plombieren/verschließen. Hierfür gibt es Trailer-Diebstahlsicherungen (Zapfenschlösser), die um den Zapfen gelegt und verschlossen werden.
Auf der Internetseite des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), dem Transport-Informations-Service wurde ein sehr interessanter und aufschlussreicher Vortrag zu diesem Thema veröffentlicht.

RF-ID Chips auf Plomben

Plomben sind international im Einsatz und haben unzählige Anwendungsmöglichkeiten. Knapp 15 Prozent davon sind mit einem Barcode ausgestattet. Aufgebracht per Laser, Hot-Stamp oder Pad-Print ermöglicht der Code ein schnelles und unkompliziertes Einlesen der numerischen oder alphanumerischen Daten in das angewendete System. Besonders im Postversand mit BigBags war dies ein bewährtes System zum Tracken des Versandweges. RF-ID Chips, also die funkgesteuerte Scanlösung mittels miniaturisierter Chips ist in anderen Anwendungen bereits zum Standard aufgestiegen. Im Bereich der Sicherungskennzeichnung gab es hier jedoch bestenfalls nur Experimente.

Dabei ist die Markierung der Plomben die leichteste Übung. Mittels spezieller Transferverfahren wird der Empfangschip, welcher regulär passiv arbeitet, auf die Plombe gebracht. Die Form und das Material verändern sich dabei regulär nicht. So können auch normale Polyproylen- oder Nylon Plomben mit RF-ID Chips ausgestattet werden. Solche Plomben wurden bereits mehrfach gefertigt und getestet. Im Rahmen größerer Abnahmeprojekte sind also solche Fertigungen ohne weiteres möglich. Als Hauptproblem sehen viele Unternehmen jedoch die Installation und Justierung der Leseeinheiten vor Ort. Die Zeitersparnis, besonders im Handling mit teuren Barcodescannern für jeden Mitarbeiter, wäre jedoch enorm. Auch die Sicherheit und Überwachung kann mit Funkkennzeichnung von Plomben verbessert werden. Dies gilt nicht nur für postalische Anwendungen, sondern auch für Überseetransporte. Hier gibt es zudem die Möglichkeit, Transponder in eine Bolzenplombe zu integrieren um eine sofortige Information zu erhalten, wenn diese geöffnet wird. Eine wichtige und nützliche Verbesserung bei den oft langen und undurchsichtigen Transportwegen auf hoher See.

Viele Lösungen stehen hier bereits zur Verfügung, suchen aber noch die mutige Anwendung. Dann haben auch RF-ID Chips eine Chance zur Verbesserung der Abwicklungsprozesse beizutragen und Güter noch klarer, eindeutiger und schneller zu kennzeichnen und zu sichern.

Aircargo-Sicherheitssiegel mit Status „bekannter Versender“

Mit dem Ende der Übergangsfrist zum 28.04.2013 trat die neue Verordnung zum Luftfrachtversand in Kraft. Demnach darf Transportgut als Aircargo nur noch mit dem Status „sicher“ versendet werden. Um diesen Status zu erlangen können Unternehmen  entweder die langwierigen und kostenintensiven Kontrollen an den entsprechenden Zoll- und Sicherheitsstellen direkt am Flughafen durch reglementierte Beauftragte unterziehen oder sich als „bekannter Versender“ beim Luftfahrtbundesamt zertifizieren lassen. Damit soll einwandfrei nachgewiesen werden, woher die entsprechenden Güter stammen um diese im Zweifelsfall zurückverfolgen zu können. Eine wichtige Rolle für diesen sicheren Versand spielen manipulationssichere Siegelbänder (Aircargo-Sicherheitssiegel) für die zu transportierenden Güter. Denn von außen muss für den Status „sicher“ und die damit verbundene schnelle Abwicklung des Transports eindeutig zu sehen sein, dass  Güter nicht manipuliert oder geöffnet wurden. Dies wird regulär durch Sicherheits- und Siegelbänder realisiert.

Aircargo-Sicherheitssiegel (Label Lock)

Siegeletiketten und Siegelbänder

Das Produktsegment unserer Sicherheitssiegel bietet hierfür genau die richtigen Lösungen. Die wahlweise rückstandfreien oder markierenden Sicherheitsetiketten und Siegelbänder sind in verschiedenen Farben und immer mit einer eindeutigen Nummerierungsfolge verfügbar. Nach Abziehen oder Öffnung des Siegels wird die Aufschrift „VOID / OPEN“ sichtbar und haftet an fast allen Flächen. Die zurückbleibende Schrift kann dann nur noch mit sehr viel Aufwand vom Untergrund entfernt werden.

Sicherheitssiegen und Siegelbänder werden auch gerne in den Bereichen eingesetzt, wo man mit herkömmlichen Plomben an die Grenzen der Umsetzung stößt. Sowohl für Kartonagen als auch für Security-Bags oder Kuverts eignen sich Sicherheitetiketten und Siegel. Einige Ausführungen sind optisch unauffällig  an reguläres Klebeband orientiert, andere wiederum kommen im ausgefallenen Design in knalligen Farben daher.

Manipulation von Heizkostenverteiler

Einige Heizkostenverteiler werden – um eine Manipulation zu verhindern – mit Heizungsplomben gesichert. Bei den Heizungsplomben handelt es sich um Steckplomben, die bei Öffnung des Heizkostenverteilers zerbrechen/zerstört werden. Steckverschlüsse wie diese sind ohne erhöhten Kraftaufwand ohne Werkzeuge zu Verschließen und zu Öffnen. Am Körper der Heizungsplomben sind mehrere – in der Regel zwei – Spannfüße angebracht, die im Heizungsverteiler fest arretiert sind. Sobald der Verteiler geöffnet wird brechen die Spannfüße der Plomben ab. Die Plomben sind somit nicht wiederverwendbar, sondern müssen bei der Neuverplombung der Verteiler ersetzt werden.
Heizungsplomben sind nicht grundsätzlich mit einer fortlaufenden Nummerierung versehen, welche bei der Montage oder Wartung/Neuerung vermerkt werden könnte. Oftmals ist nur ein Firmenloge zur Identifikation aufgebracht.

Die Bergdorfer Zeitung berichtete im Juni 2013 von einem Fall, in dem eine zweifache Mutter die Heizungsplomben mit einer Zange knackte um wiederrechtlich an Wärme zu gelangen. Die Folge war eine Strafanzeige wegen besonders schwerem Diebstahl. Da es sich um eine Wiederholungstat handelte wurde die Frau zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten auf Bewährung verurteilt.

Immer wieder werden in Internetauktionshäusern Heizungsplomben für Heizkostenverteiler versteigert. Ähnliche Angebote kann man auch in Form von Kaufanzeigen im Internet finden. Der Verkauf der Plomben ist in der Regel – laut Verkaufsannoncen –an Sammler gerichtet. In den Angeboten wird teilweise darauf hingewiesen, dass die Manipulation an Heizkostenverteilern strafrechtliche Folgen nach sich ziehen können.

Print-Index für Kunststoffplomben

Kunststoffplomben – wie unter anderem Durchziehplomben oder Fixlängenplömben – können und müssen in verschiedensten Varianten individualisiert und gekennzeichnet werden. Hierfür gibt es verschiedene Druckverfahren, welche je nach Anwendungsgebiet eingesetzt werden. Dabei unterschieden sich die Techniken in den Punkten Sicherheit, Widerstandsfähigkeit und Druckoptionen.
Eine kurze Übersicht über die gängigen Druckmethoden haben wir hier als Print-Index für Kunststoffplomben zusammengefasst.

Laser Print

Beim Laser Print bringt ein spezieller Laser eine Art Gravur auf die Plomben. Das Motiv bzw. die Nummerierung wird dabei auf die Plombe gebrannt. Aufgrund dieses Vorgangs ist die Laser Markierung immer gräulich bis schwarz und als Kontrast besonders auf weiß oder generell hellem Grund sehr gut zu erkennen. Bei rotem oder grünem Farbuntergrund ist der Kontrast relativ schlecht aber dennoch lesbar. Barcodes sollten jedoch generell auf weiß oder mit einem anderen Druckverfahren gedruckt werden.

Der Laserprint gilt aufgrund des Aufbringungsverfahrens als sicherste Druckmethode, da sie nicht zerkratzt oder anderweitig entfernt werden kann. Zudem ist der Laserprint eine der schnellsten Aufbringungsmethoden und sehr widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse.

Thermal Transfer

Thermal Transfer gilt als sehr einfache und aus der Drucktechnik für Etiketten stammende Aufbringungsmethode. Dabei wird ein Farbband über die Plomben gerollt und mittels Hitze so erwärmt, dass sich eine Farbschicht löst und auflegt. Vorteil ist, dass so gut wie jede Farbe mittels Farbband aufgebracht werden kann und vor Allem Barcodes sehr gut lesbar sind. Auch auf entsprechende Kontrastverhältnisse kann reagiert werden. Ein großer Nachteil ist die Sicherheit. Mit Lösungsmittels, Alkohol und teils nur mit starkem Wischen ist es möglich den Druck zu entfernen oder zu manipulieren. Es besteh zudem kaum Beständigkeit gegen Kratzer und andere Umwelteinflüsse. Diese Verfahren eignet sich für die langfristige Lagerung mit komplexem Druck oder für die Kurzfristige Kennzeichnung von Gütern.

Pad Print

Beim Pad Print wird auf eine laserpartikelfreie Plombe ein Stempelkissen aufgebracht. Dieses ist in der Regel schwarz oder weiß. Als Negativ entnimmt ein Laser dann Partikel aus dem „Pad“ und erzeugt so einen Barcode bzw. den gewünschten Aufdruck. Die Variante ist besonders in sehr großen Abnahmemengen kostengünstiger als der reine Laserdruck, da weniger Laserpartikel benötigt werden. Der Aufdruck ist resistent gegen die meisten Alkohole und kratzfest. Unter Anwendung von Benzin oder Lösungsmitteln kann es jedoch zu Reaktionen des Druckfeldes kommen wodurch eine Manipulation nicht ausgeschlossen ist.

Hot Stamping

Beim Hot Stamp wird eine heiße Presse auf die Plombe aufgelegt. Diese beinhalteten eine Folie, welche in die Plombe eingestanzt wird und somit ähnliche Sicherheitsfaktoren bietet wie der Laserdruck. Weiterer Vorteil ist, dass der Hot Stamp auch in Weiß aufgebracht werden kann. Sonst sehr kontrasthaltige Farben wie grün und rot können somit sehr sauber mit weißer Aufschrift bedruckt werden. Auch Bolzenplomben lassen sich so nachträglich individualisieren. Der Aufdruck ist kratzfest und resistent gegen Witterung und sämtliche Lösungen. Aufgrund der sehr groben Aufbringungstechnik ist ein Barcodedruck jedoch nicht möglich. Aufgrund des komplexen Druckvorlageverfahrens eignet sich Hot Stamp nur für mittelgroße Abnahmen, ist aber besonders bei farbigen Plomben mit komplexem Logodruck zu empfehlen.

Muster für Laser Print, Thermal Transfer, Pad Print, Hot Stamping als Print-Index für Kunststoffplomben

Print-Index für Kunststoffplomben

Die neue Standardisierung der ISO/PAS 17712:2013 (E)

Jeder Überseecontainer, der verschifft werden soll, muss mit einer Hochsicherheitsplombe (High-Security-Seal) gesichert werden. Wie die High-Security-Seals beschaffen sein müssen und welche Anforderungen sie erfüllen müssen, wird seit über 10 Jahren in der der ISO 17712 (International Standard of Organisation) vorgeschrieben.

Die aktuelle ISO/PAS 17712:2013 trat bereits am 15. Mai 2014 in Kraft und ersetzt und erweitert die Anforderung der Fassung von 2010 und somit auch die Anforderungen der ‘Customs-Trade Partnership Against Terrorism‘ der ‘U.S. Customs an Border Protection‘.

Bisher handelte es sich bei den Anforderungen an die Plomben eher um technische Standards, wie zum Beispiel der Belastbarkeit der einzelnen Komponenten. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird anhand physikalischer/mechanischer Überprüfungen ermittelt. Diese mechanischen Tests (Traktionstest, Schnitttest, Beladungstest und Aufschlagtest) und die jeweiligen Zertifizierungen nahm ein ISO/PAS 17025 anerkanntes Testlabor vor.

Neben diesen mechanischen Überprüfungen der Produkte kamen später noch zusätzliche Anforderungen an die Manipulationssicherheit der Plomben und eine ISO-Zertifizierung der Hersteller hinzu.

Im vergangenen Jahr wurde die ‘Clause 6‘ als weitere Neuerung in die ISO 17712:2013(E) mit aufgenommen. Hierbei handelt es sich um die verantwortungsvolle und manipulationsverhindernde Entwicklung und Herstellung der Plomben. Der Hersteller muss nun Nachweise erbringen, die belegen, wie die unterschiedlichsten Plombeneigenschaften die gängigen Manipulationsmethoden an den Plomben verhindern können, diese sichtbar machen, oder aber die Plombe zerstören.

Die folgenden Nachweise werden somit benötigt, um eine ISO 17712:2013(E)-konforme Verplombung mit einer High-Security-Seal zu belegen:

  • ISO 9001 Zertifikat des Herstellers
  • ISO 17712:2013(E) (inkl. Annex A) Zertifikat des Herstellers
  • ISO 17712:2010(E) oder ISO 17712:2013(E) Zertifikat des Produktes
  • ISO 17712:2013 Clause 6 „Compliance Letter“

Internationale ISO Klassifikation bei Plomben

Um international festzulegen welche Art der Verplombung je nach Sicherheitsbedarf angewendet werden muss, hat die International Standard Organisation (ISO) eine Klassifikation für Sicherheitsplomben herausgegeben. Diese Klassifikation wird auch von Zollbehörden angewendet um festzustellen, ob der benötigte Sicherheitsstandard bei der Einfuhr von Containern erfüllt wurde. Die genauen Anforderungen an die verschiedenen Plomben regelt die ISO PAS 17712 in der aktuellen Version von 2013, welche auch die C-TPAT und die veraltete ISO PAS 17712 von 2010 beinhaltet.

Die Einteilung unterscheidet in drei Gruppen:

  • Indikative Seals
  • Security Seals
  • High- Security Seals

Indikative Seals (MicroLock)

Indikative Seals

Indikative Plomben dienen der rein optischen Verplombung und können zumeist mit mehr oder weniger hohen Kraftaufwand geöffnet werden. Diese Plomben sind meist aus Polypropylen, Nylon (PA) oder Polycarbonat. Gemäß der Natur der Plomben soll eine reine Öffnungskontrolle ermöglicht werden und sichtbar gemacht werden, wenn Güter oder Transportbehälter geöffnet wurden. Indikative Seals tragen immer eine fortlaufende Nummerierung und werden für unterschiedlichste Anwendungen eingesetzt. Egal ob im LKW Transport, Catering, Postversand, der Industrie, bei Notfallkoffern oder Notbremsten. Diese Art Plomben finde man überall.

Security Seals

Security Seals (FlexiGrip 250M )

Beim Transport mit erhöhten Sicherheitsfaktoren bei sehr wertiger Ware oder im Energieversorgungswesen, werden zumeist Security Seals eingesetzt. Diese können von Hand oder auch mit einfachen Schneidewerkzeugen nicht geöffnet werden. Sie bestehen aus massivem Drahtseil oder Kabeln und sind sehr stabil. Der Verschlussmechanismus ist dabei meist komplexer als bei einfachen Durchziehplomben und durch die Beschaffenheit des Materials kaum zu manipulieren. Eine Öffnung ist nur mit einer Drahtschere oder einem Seitenschneider möglich. Auch Security Seals tragen immer eine fortlaufende Nummerierung zur Identifikation.

High Security Seals

High Security Seals (Snapper)

Für ein Höchstmaß an Transportsicherheit sorgen Hochsicherheitsplomben. Zumeist im Container bzw. Überseetransport eingesetzt sind diese Plomben nur mit einem Bolzenschneider zu öffnen. Unter diese Kategorie fallen Bolzenplomben wie der Snapper oder der Klicker, aber auch massive Drahtseilplomben ab einem Durchmesser von 3,5mm. Sie sind zudem die einzig nach ISO PAS 17712:2013 und C-TPAT zugelassenen Plomben für den internationalen Containerversand. Natürlich tragen auch High- Security Seals immer eine fortlaufende einzigartige Nummerierung mit Präfix. Zudem müssen alle High- Security Seals mit dem Herstellernachweis sowie einem „H“ gekennzeichnet sein.