Print-Index für Kunststoffplomben

Kunststoffplomben – wie unter anderem Durchziehplomben oder Fixlängenplömben – können und müssen in verschiedensten Varianten individualisiert und gekennzeichnet werden. Hierfür gibt es verschiedene Druckverfahren, welche je nach Anwendungsgebiet eingesetzt werden. Dabei unterschieden sich die Techniken in den Punkten Sicherheit, Widerstandsfähigkeit und Druckoptionen.
Eine kurze Übersicht über die gängigen Druckmethoden haben wir hier als Print-Index für Kunststoffplomben zusammengefasst.

Laser Print

Beim Laser Print bringt ein spezieller Laser eine Art Gravur auf die Plomben. Das Motiv bzw. die Nummerierung wird dabei auf die Plombe gebrannt. Aufgrund dieses Vorgangs ist die Laser Markierung immer gräulich bis schwarz und als Kontrast besonders auf weiß oder generell hellem Grund sehr gut zu erkennen. Bei rotem oder grünem Farbuntergrund ist der Kontrast relativ schlecht aber dennoch lesbar. Barcodes sollten jedoch generell auf weiß oder mit einem anderen Druckverfahren gedruckt werden.

Der Laserprint gilt aufgrund des Aufbringungsverfahrens als sicherste Druckmethode, da sie nicht zerkratzt oder anderweitig entfernt werden kann. Zudem ist der Laserprint eine der schnellsten Aufbringungsmethoden und sehr widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse.

Thermal Transfer

Thermal Transfer gilt als sehr einfache und aus der Drucktechnik für Etiketten stammende Aufbringungsmethode. Dabei wird ein Farbband über die Plomben gerollt und mittels Hitze so erwärmt, dass sich eine Farbschicht löst und auflegt. Vorteil ist, dass so gut wie jede Farbe mittels Farbband aufgebracht werden kann und vor Allem Barcodes sehr gut lesbar sind. Auch auf entsprechende Kontrastverhältnisse kann reagiert werden. Ein großer Nachteil ist die Sicherheit. Mit Lösungsmittels, Alkohol und teils nur mit starkem Wischen ist es möglich den Druck zu entfernen oder zu manipulieren. Es besteh zudem kaum Beständigkeit gegen Kratzer und andere Umwelteinflüsse. Diese Verfahren eignet sich für die langfristige Lagerung mit komplexem Druck oder für die Kurzfristige Kennzeichnung von Gütern.

Pad Print

Beim Pad Print wird auf eine laserpartikelfreie Plombe ein Stempelkissen aufgebracht. Dieses ist in der Regel schwarz oder weiß. Als Negativ entnimmt ein Laser dann Partikel aus dem „Pad“ und erzeugt so einen Barcode bzw. den gewünschten Aufdruck. Die Variante ist besonders in sehr großen Abnahmemengen kostengünstiger als der reine Laserdruck, da weniger Laserpartikel benötigt werden. Der Aufdruck ist resistent gegen die meisten Alkohole und kratzfest. Unter Anwendung von Benzin oder Lösungsmitteln kann es jedoch zu Reaktionen des Druckfeldes kommen wodurch eine Manipulation nicht ausgeschlossen ist.

Hot Stamping

Beim Hot Stamp wird eine heiße Presse auf die Plombe aufgelegt. Diese beinhalteten eine Folie, welche in die Plombe eingestanzt wird und somit ähnliche Sicherheitsfaktoren bietet wie der Laserdruck. Weiterer Vorteil ist, dass der Hot Stamp auch in Weiß aufgebracht werden kann. Sonst sehr kontrasthaltige Farben wie grün und rot können somit sehr sauber mit weißer Aufschrift bedruckt werden. Auch Bolzenplomben lassen sich so nachträglich individualisieren. Der Aufdruck ist kratzfest und resistent gegen Witterung und sämtliche Lösungen. Aufgrund der sehr groben Aufbringungstechnik ist ein Barcodedruck jedoch nicht möglich. Aufgrund des komplexen Druckvorlageverfahrens eignet sich Hot Stamp nur für mittelgroße Abnahmen, ist aber besonders bei farbigen Plomben mit komplexem Logodruck zu empfehlen.

Muster für Laser Print, Thermal Transfer, Pad Print, Hot Stamping als Print-Index für Kunststoffplomben

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